VÖWG - Cyber Spezial, No. 10 - 2019                                   Haben Sie Probleme mit der Darstellung dieser Nachricht? Dann klicken Sie bitte hier!


 

 

Ich freue mich, den aktuellen "Cyber Spezial"- Newsletter des Verbandes der öffentlichen Wirtschaft und Gemeinwirtschaft Österreichs (VÖWG) zu präsentieren. Darin finden sich Kurznachrichten mit Relevanz für den Bereich Digitale Zukunft und Cyber Sicherheit.
Gemeinsam mit meinem Team wünsche ich eine angenehme Lektüre!
Heidrun Maier-de Kruijff

Gemeinsam mit meinem Team wünsche ich eine angenehme Lektüre!

Heidrun Maier-de Kruijff

 

 

Margrethe Vestager ist EU-Digital und Wettbewerbskommissarin: Margrethe Vestager soll wie bisher das EU-Kartellamt führen und ist zukünftig auch für digitale Angelegenheiten zuständig. Zudem wird sie als exekutive Vizepräsidentin tätig sein. Digitalisierung soll neben dem Klima eines der großen Themen werden. Bereits in den vergangenen Jahren sorgte sie für Strafen in Milliardenhöhe bei Konzernen wie Google oder Amazon. Fairness und Wettbewerb in der digitalen Welt wird benötigt, ist sich Vestager sicher. Sie ist der Meinung, dass überschätzt wurde, wie schnell die Entwicklung voranschreitet.

 

 

Gestiegene Cyber-Kriminalität in Österreich: Am 1. September wurden vom Kriminalamt die Auswertungsergebnisse von Jänner bis Juni 2019 aller zur Anzeige gebrachten Kriminaldelikte veröffentlicht. Die Cyber-Kriminalität, welche in die Kategorien „Internetbetrug", „Cybercrime im engeren Sinn" und „sonstige Kriminalität" unterteilt ist, stieg deutlich an. Dafür verantwortlich sind unter anderem die Anzeigen des Bereichs „Internetbetrug", da ein Anstieg von 32,3 Prozent und insgesamt 8.187 Delikten gegeben ist. Cyberattacken auf elektronischen Geräten von Personen oder Datendiebstahl werden zu „Cybercrime im engsten Sinne" gezählt und verbuchen einen Anstieg von 61,6 Prozent. 144,9 Prozent Anstieg und somit am meisten hat die Kategorie „sonstige Kriminalität", da Delikte wie Erpressungen, Geldwäsche oder Urkundenfälschung ins Darknet wandern. Um den Trend der Cyber-Kriminalität entgegen zu wirken wurde eine Kampagne im Internet sowie Präventionsprogramme wie „Under.18" und „Cyber.Sicher" gestartet. Weiteres sind ab September 2019 einige Informationsveranstaltungen geplant.

 

 

Gesichtserkennung als Zugangskontrolle für den öffentlichen Verkehr in China: In Shenzhen wurden 18 Stationen mit 28 Metro-Zugängen und 60 Ticketmaschinen mit Gesichtserkennungs-Kontrollsystemen und Überwachungskameras ausgestattet. Für über 60-Jährige ist das Fahren mit öffentlichen Verkehrsmittel nach Registrierung beim Betreiber kostenlos. Auch in den Städten Jinan, Guangzhou, Shanghai, Qingdao, Nanjing und Nanning soll es solche Pilotprojekte bereits geben. Laut einer Untersuchung von Comparitech ist Shenzhen mit 1.929.600 Überwachungskameras für 12.128.721 Menschen die zweitmeist überwachte Stadt der Welt. Im Überwachungsranking finden sich auf den ersten zehn Plätzen neun chinesische Städte.

 

 

5G für alle: Die erste Frequenzversteigerung fand bereits im März statt. Nun präsentierte die Telekom-Regulierungsbehörde RTR ihre Pläne für die 5G-Frequenzversteigerung der Frequenzbänder 700, 1500 und 2100 MHz. Dabei soll es um eine möglichst großflächige Versorgung gehen. Diese Frequenzen haben längere Wellenlängen und eignen sich daher für höhere Reichweiten. Bis 2025 sollen etwa die wichtigsten Bahnstrecken, Autobahnen und Schnellstraßen fast vollständig mit 5G versorgt sein. Weiters soll 95 Prozent der Bevölkerung durch die neuen Frequenzen eine konstante Downloadgeschwindigkeit von min. 30 Mbit/s bekommen. Der RTR ist besonders wichtig, dass 5G auch in kleineren Städten und Gemeinden unter 10.000 EinwohnerInnen verfügbar ist. Daher ist das Ersteigern eines Frequenzblockes im 700 MHz-Band mit einer Bedingung verknüpft. Jeder erfolgreiche Wettbieter muss 150 Katastralgemeinden aus einer Liste unterversorgter Gebiete mindestens 30 Mbit/s Download- und 3 Mbit/s Upload-Geschwindigkeit zur Verfügung stellen. Werden mehr als die verpflichtenden Gemeinden aus dieser Liste beliefert, so erhält der jeweilige Wettbieter einen Rabatt auf das Auktionsgebot.

 

 

ÖBB Smart-Ticketing: Die ÖBB testet nun strombetriebene Akku-Züge sowie einen automatisierten Fahrbetrieb von Zügen und einen „Digi-Bus". Eine Fahrkarte soll, wie bereits in Vorarlberg im Einsatz, über eine App mit einem Wisch erledigt sein. Die Fahrgäste registrieren sich, melden sich beim Einsteigen am Handy an und checken beim Aussteigen aus. Daraufhin bekommen sie die Rechnung ohne sich mit etwaigen Tarifen herumschlagen zu müssen. Der Tarif wird vom System automatisch optimiert. Weiters wird im ländlichen Raum ein Postbus-Shuttle getestet, welcher zusätzlich zum Taktverkehr genutzt werden soll. Dieser kann kurzfristig über App oder Telefon gebucht werden.

 

 

Urheberrecht: Die EU-Kommission lädt zu einem Dialog ein, bei dem über die Anwendung von Artikel 17 der Urheberrechtrichtlinie diskutiert werden soll. Die dabei erzielten Ergebnisse werden in die Anwendung von Artikel 17 gemäß der Richtlinie einfließen. Es werden mehrere Treffen bis Ende 2019 oder Anfang 2020 stattfinden. Eingeladen werden 80 einzelne VertreterInnen von Interessensgruppen sowie VertreterInnen von EU-Mitgliedstaaten.

 

 

Wien Energie mit Plattform für politischen Diskurs: Seit Anfang Oktober betreibt die Wien Energie eine Plattform, auf der politische Positionen zu Digitalisierungs- oder auch Klimawandelthemen transparent veröffentlicht werden. Es soll dadurch eine öffentliche Diskussion zu energiepolitischen Themenstellungen angeregt werden. Als Zielgruppe wurden EntscheidungsträgerInnen aus Parlament, Ministerien, Gebietskörperschaften und Verbänden sowie aber auch VertreterInnen aus Industrie, Energie-Wirtschaft, Wissenschaft sowie dem NGO-Umfeld definiert. Bereits jetzt können auf der Plattform Positionspapiere zur Klimapolitik, E-Mobilität, Photovoltaik oder Digitalisierung gefunden werden.

 

 

Digitalkommissarin Vestager kündigt Vorschläge zu Künstlichen Intelligenz und Digitalsteuer an: EU-Digital- und Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager kündigte konkrete Vorschläge zur Entwicklung der Künstlichen Intelligenz und Digitalsteuer an. Es soll sichergestellt werden, dass digitale Unternehmen einen fairen Steueranteil zahlen. Vorzugsweise wird eine globale Vereinbarung aufgebaut. Sollte dies jedoch nicht gelingen, ist die EU bereit zu handeln. Für Vestager sind klare und gleiche Regeln für alle wichtig, da das Klima und der digitale Wandel jeden Teil unseres Lebens beeinflussen und der Wettbewerb immer härter wird. Die EU-Abgeordneten aus Österreich begrüßen das Engagement der EU-Kommissarin sehr und empfinden es als richtig sich mit dieser Thematik intensiv zu beschäftigen.

 

 

IMPRESSUM:

Verband der öffentlichen Wirtschaft und Gemeinwirtschaft Österreichs (VÖWG)
Geschäftsführung: MMag. Heidrun Maier-de Kruijff

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