VÖWG Cyber Spezial,07/2018 {E-Mail: 75; armin.parsian@voewg.at}
 

VÖWG - Cyber Spezial, 07/2018                                 

Ich freue mich, den aktuellen "Cyber Spezial"- Newsletter des Verbandes der öffentlichen Wirtschaft und Gemeinwirtschaft Österreichs (VÖWG) zu präsentieren. Darin finden sich Kurznachrichten mit Relevanz für den Bereich Digitale Zukunft und Cyber Sicherheit.

Gemeinsam mit meinem Team wünsche ich eine angenehme Lektüre!

Heidrun Maier-de Kruijff

 


Europäische Kommission: Die Europäische Kommission hat im Rahmen der Budgetplanung für die Jahre 2021-2027 erstmals einen eigenen Digitalen Budgettopf präsentiert. Bisher waren sämtliche Ausgaben für digitale Themen in anderen Themengebieten enthalten. Diese Änderung trägt der zunehmenden Bedeutung der Digitalisierung in allen Bereichen Rechnung. Gleichzeitig schlägt die Europäische Kommission ein Forschungs- und Innovationsprogramm im Umfang von € 100 Milliarden unter dem Titel „Horizon Europe" vor.


Europäische Union: Anfang dieses Jahres hat die Agentur der Europäischen Union für Netz- und Informationssicherheit (ENISA) ein Papier publiziert, welches einige Schlüsselelement einer erfolgreichen Integration von Informations- bzw. Cybersicherheit in einem Unternehmen auflistet und erläutert. Die Publikation heißt „Cyber Security Culture in Organisations" und beschreibt fünf Punkte für eine erfolgreiche Integration von Cybersicherheit in einer Organisation. Als wesentlich wird die Unterstützung der obersten Leitung einer Organisation identifiziert. Basierend auf dieser Unterstützung ist es notwendig ein Rahmenwerk aufzusetzen, basierend auf dem Wissen der wesentlichen Abläufe der Organisation selbst. Maßgeblich für einen anhaltenden Erfolg ist die Messung und Überwachung sämtlicher relevanter Aktivitäten und die Umsetzung von „Best-Practises". Zusammenfassend kann man feststellen, dass das Papier die wesentlichen Komponenten eines Informationssicherheitsmanagementsystems nach ISO/IEC 27001 beschreibt.


Europäische Kommission: Die Kommission erstellte einen Bericht über die Arbeit der digitalen Plattformen in Europa, welcher vom "Joint Research Centre" der Kommission erstellt wurde. Bereits jeder zehnte Erwachsene hat mindestens einmal eine Online-Plattform genutzt. 2 Prozent davon arbeiten mehr als 20 Wochenstunden oder verdienen mindestens die Hälfte ihres Einkommens mit den digitalen Betriebsstätten. Marianne Thyssen, Kommissarin für Beschäftigung, Soziales, Qualifikationen und Arbeitskräftemobilität, weist darauf hin, dass Menschen unabhängig der Art des Arbeitsvertrages gut geschützt werden müssen. Tibor Navracsics, zuständiges Kommissionsmitglied für Bildung, Kultur, Jugend und Sport, verantwortlich für das Joint Research Centre fügte hinzu, dass viele Nutzer von digitalen Plattformen nicht wissen wie diese den Arbeitsmarkt beeinflussen. Um zu verstehen wie digitale Betriebsstätten funktionieren bietet dieser Bericht eine solide Grundlage. Der Bericht basiert auf einer Umfrage von 32.000 Menschen in 14 Mitgliedstaaten. Zudem hat die Kommission eine Richtlinie über transparente und vorhersehbare Arbeitsbedingungen und eine Empfehlung des Rates über den Zugang zu solchen Maßnahmen vorgeschlagen. Sozialschutz für Arbeitnehmer und Selbstständige im Rahmen des sozialen Fairnesspakets im März 2018.


Europäische Union:
Der Verband möchte auf einen weiteren Bericht „Looking into the crystal ball: A report on emerging technologies and security challenges" der ENISA hinweisen, der sich mit den Trend im Bereich Informations- bzw. Cybersicherheit beschäftigt. Der Bericht bestimmt die nachfolgenden Themen als die Herausforderungen der Zukunft: Internet-of-Things (IoT), das Zusammenspiel zwischen Technologie und gesellschaftlichen Herausforderungen, Next Generation IT Infrastruktur, Virtuelle und Augmentierte Realität, Automone Systeme, Internet of Bio-Nano Things (IoBNT), und Künstliche Intelligenz und Roboter. Ohne auf die Probleme der einzelnen Bereiche im Detail einzugehen (siehe Bericht) lassen sich für alle Themen übergreifende Herausforderungen identifizieren. Es geht dabei einerseits um die (Produkt-) Zertifizierung der Einzelkomponenten bzw. der Gesamtsysteme, deren Lebenszyklus und die Vertrauenswürdigkeit der Anwender in Systemlösungen. Außerdem kommt es zu einer Vermischung unterschiedlicher Gruppen, wie zum Beispiel Privatpersonen, Wirtschaftsunternehmen, Militär und Polizei.


Europäische Kommission: Im Rahmen der Breitband-Aktivitäten der Europäischen Kommission sind mehrere Veranstaltungen im Herbst 2018 geplant. Am 19. und 20. November findet in Brüssel der B-Day statt. Beim „B-Day: Mind the Broadband Gap Conference" werden sowohl die Gewinner der Broadband Awards 2018 präsentiert als Diskussionen hinsichtlich der Fortschritte, der Finanzierung und der Ausrollung von Breitbandnetzen geführt. In diesem Zusammenhang ist auch die Breitbandstudie von 2017 von Interesse. Weitere Elemente dieser Studie inklusive detaillierter Aufschlüsselungen finden sich hier.


Europäische Kommission: Die Kommission begrüßte die Abstimmung im "Internal Market and Consumer Protection Committee" (IMCO) des Europäische Parlaments zur Verordnung zur Einrichtung eines einheitlichen digitalen Zugangstors nach der Einigung der Mitgesetzgeber. Damit soll es den BürgerInnen ermöglicht werden alle Möglichkeiten des Binnenmarkts erleichtert zu nutzen. Kommissionsmitglied Elżbieta Bieńkowska, zuständig für Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU, erklärte, dass diese Verordnung vielen Menschen die in einem anderen EU Land leben, studieren oder arbeiten sowie Personen und Unternehmen die grenzüberschreitend tätig sind helfen wird. Das Single Digital Gateway wird eine zentrale, online und leicht zugängliche Anlaufstelle für Personen und Unternehmen sein, die vollständige, genaue und aktuelle Informationen, Verwaltungsverfahren und Unterstützungsleistungen im Zusammenhang mit ihren Binnenmarktrechten benötigen. 21 zentrale Verwaltungsverfahren müssen online vollständig zugänglich gemacht werden, einschließlich der Anforderung einer Geburtsurkunde, der Registrierung eines Fahrzeugs, der Erklärung der Einkommensteuer oder der Einschreibung für die Universität. Die offizielle Zustimmung des Parlaments und des Rates wird im September erwartet. Das Single Digital Gateway wird zwei Jahre später im Jahr 2020 auf den Markt kommen.


Europäische Union: Von besonderem Interesse für die Verbandsmitglieder dürften die beiden nachfolgend erwähnten Veranstaltungen der ENISA sein. Es handelt sich dabei um zwei Veranstaltungen im Themengebiet der IoT (Internet-of-Things). Zuerst veranstaltet die ENISA die „2nd Europol-ENISA IoT Security Conference" am 24. und 25. Oktober 2018 im Hauptquartier der Europol in Den Haag in den Niederlanden. Am darauffolgenden Tag, dem 26. Oktober 2018, findet an der gleichen Lokation ein „Validation workshop for Good practices for security of IoT" statt.

Einen Überblick über sämtliche Veranstaltungen der ENISA findet man hier.


Europäische Union: Die Agentur der Europäischen Union für Netz- und Informationssicherheit (ENISA) veranstaltet vom 24-28.September 2018 in Heraklion auf Kreta seine fünfte Auflage der „Network and Information (NIS‘18) Summer School". Das Thema in diesem Jahr ist „Die Herausforderungen einer sich verändernden Risikolandschaft".


Österreich/Europäische Union: Die österreichische Cyber Security Challenge findet dieses Jahr im Congress Centrum Alpbach/Tirol vom 15.-18. Oktober statt. Das europäische Pendant, die "European Cyber Security Challenge (ECSC) 2018", findet zeitgleich vom 14.-17.Oktober 2018 in London statt.


Österreich: Leider gibt es seit der letzten Aussendung keine Neuigkeiten hinsichtlich des NIS-G (Bundesgesetz zur Gewährleistung eines hohen Sicherheitsniveaus von Netz- und Informationssystemen, Netz- und Informationssicherheitsgesetz).

Der Verband bleibt selbstverständlich auch weiterhin im Kontakt mit den zuständigen Behörden und wir hoffen unsere Mitglieder in einem der nächsten Cyber Spezial über die Fortschritte informieren zu können.

IMPRESSUM:

Verband der öffentlichen Wirtschaft und Gemeinwirtschaft Österreichs (VÖWG)
Geschäftsführung: MMag. Heidrun Maier-de Kruijff

Stadiongasse 6-8, A-1010 Wien
Telefon: 0043-1-4082601
E-Mail:
sekretariat@voewg.at
Web: www.voewg.at
Rückfragehinweis: juergen.grill@voewg.at