VÖWG - Cyber Spezial, No. 03 - 2019                                   


 

Ich freue mich, den aktuellen "Cyber Spezial"- Newsletter des Verbandes der öffentlichen Wirtschaft und Gemeinwirtschaft Österreichs (VÖWG) zu präsentieren. Darin finden sich Kurznachrichten mit Relevanz für den Bereich Digitale Zukunft und Cyber Sicherheit.
Gemeinsam mit meinem Team wünsche ich eine angenehme Lektüre!
Heidrun Maier-de Kruijff

Gemeinsam mit meinem Team wünsche ich eine angenehme Lektüre!

Heidrun Maier-de Kruijff

 

 

188 Millionen durch 5G-Versteigerung: Die Telekombehörde RTR teilte mit, dass die ersten 5G-Mobilfunklizenzen an A1, T-Mobile, Drei und vier weitere Bieter in Österreich versteigert wurden. Ausgaben der Bieter beliefen sich auf 188 Millionen Euro. A1 investierte 64 Mio. Euro, T-Mobile 57 Mio. Euro, Drei 52 Mio. Euro, Spusu/Mass Response 1,8 Mio. Euro, Liwest 5,3 Mio. Euro Salzburg AG 4,4 Mio. Euro und Holding Graz 3,0 Mio. Euro. Die Regierung rechnete nur mit 50 Mio. Euro und kann sich daher über zusätzliches Geld freuen. Aus der Versteigerung weiterer Frequenzen im Jahr 2020 erwartet sich die Regierung weitere 350 Mio. Euro.

 

Europäische Parlament stimmt ständiger EU-Agentur für Cybersicherheit zu: Eine breite Mehrheit der Abgeordneten des Europäischen Parlaments haben am 12.03.2019 eine vorläufige Einigung mit den Mitgliedsstaaten angenommen. Damit wird die Europäische Agentur für Netz- und Informationssicherheit (ENISA) sowohl finanziell, als auch personell aufgestockt. ENISA soll als Agentur für Cybersicherheit umgewandelt werden und mit neuen Aufgaben beauftragt werden. Zukünftig sollen Hersteller von automatischen Steuerungssystemen für die Industrie, Haushaltsgeräten oder auch Spielzeugen ihre Geräte bei ENISA mit einem Sicherheitszertifikat ausstatten lassen.

 

 

EU-Digitalsteuer gescheitert: Das Bemühen eine Digitalsteuer innerhalb der Europäischen Union einzuführen war vergebens. Dänemark, Schweden, Estland und Irland waren gegen den Vorschlag von Deutschland und Frankreich. Nun soll eine Lösung im Rahmen der Industriestaaten-Organisation (OECD) bis 2020 erfolgen. Sowohl der österreichische Finanzminister Hartwig Löger, wie auch der Französische Bruno Le Maire und der Rumänische Eugen Teodorovici bedauern diese Entscheidung sehr. Schweden kritisierte den Vorschlag, da der Grundgedanke, sprich die Besteuerung an dem Ort wo auch die Wertschöpfung erfolge, nicht gegeben sei. Für Irland und Dänemark würde es nicht nur um die digitale Wirtschaft gehen, da die gesamte Wirtschaft von digitalen Elementen erfasst sei.

 

 

EU-Agentur für Cybersicherheit (ENISA) wird 15 Jahre alt: Bereits seit 2004 hat die Europäische Agentur für Netz- und Informationssicherheit die Aufgabe auf Cyberbedrohungen in der EU zu reagieren. Durch das kürzlich verabschiedete Cybersicherheitsgesetz soll die Rolle der ENISA gestärkt werden und zur noch besseren Unterstützung der Mitgliedstaaten in Sache Cyberresistenz dienen. Andrus Ansip, Vizepräsident für den digitalen Binnenmarkt, zufolge, ist ENISA beim Informationsaustausch zwischen Mitgliedstaaten ein entscheidender Faktor.

 

EU-Urheberrechtsreform: Am Dienstag den 26.03.2019 hat sich eine Mehrheit von 348 zu 274 EU-Abgeordneten im Europäischen Parlament für die EU-Urheberrechtsreform ausgesprochen. Für das Verhindern von Uploadfilter und Leistungsschutzrecht (Artikel 11 und 13), durch eine einzelne Abstimmung der dazugehörigen Änderungsanträge, fehlten letztendlich fünf Stimmen. Sobald der Rat seine Zustimmung gibt, kann die Reform noch vor der EU-Wahl kommen. Bei den österreichischen Parteien haben die Abgeordneten der ÖVP geschlossen für die Reform gestimmt. SPÖ, Grüne und NEOS waren dagegen und die FPÖ-Abgeordneten haben sich enthalten.

Urheberrechtsexperte Bernhard Hayden sprach vom „schwarzen Tag für das Internet" und auch EU-Abgeordnete Julia Reda redete von einem „schwarzen Tag für die Netzfreiheit".

 

 

Oesterreich.gv.at: Letzte Woche wurde die App „Digitales Amt" und die Plattform „Oesterreich.gv.at" von der Bundesregierung präsentiert. Es soll als digitale Verwaltung dienen, bereits jetzt ist das Beantragen von Wahlkarten oder eine Wohnsitzänderung möglich. Auch die wichtigsten Dokumente (Geburtsurkunde, E-Card, Staatsbürgerschaftsnachweis und Meldebestätigung) von den eigenen Kindern sollen für Eltern abrufbar sein. Die App ist für die gängigen Betriebssysteme Android und iOS zugänglich. Alternativ kann die Website unter oesterrreich.gv.at abgerufen werden. Für die Nutzung wird die Handy Signatur benötigt sowie zusätzlich für die App ein biometrischer Sensor (Fingerabdruck oder Gesichtserkennung). Die Plattform bietet bereits viele Angebote und in Zukunft sollen laut Digitalministerin Schramböck noch viele weitere, wie der digitale Führerschein oder die digitale Zulassung, folgen.

 

 

Smart Glasses bei Postbussen: Bei Postbus werden jährlich rund 240 - 280 neue Busse angeschafft. Diese werden technisch begutachtet, was bisher mit Formularen, Taschenlampen und Fotoapparaten vollzogen wurde. Danach wurde ein Bericht erstellt und die Mängel manuell erfasst. Dieser Vorgang dauerte lange und war zudem sehr fehleranfällig. Mit den Smart Glasses werden diese Inspektionen mit Sprachbefehl gesteuert und auch Bilder oder Videos können jederzeit aufgenommen werden. Die Audiodatei wird mit „speech to text" direkt in Schrift umgewandelt. Sobald die Begutachtung beendet ist, wird ein Bericht erstellt und exportiert. Durch Smart Glasses kommt es bei dem Vorgang zu einer Zeitersparnis und Effizienzsteigerung. Bei Postbus und im ÖBB-Konzern soll die Brille zukünftig auch in anderen Bereichen eingesetzt werden.

 

 

IMPRESSUM:

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