VÖWG Förderung Spezial, No. 07 - 2019                                   


Nachfolgend das neueste Förderung Spezial des Verbandes der öffentlichen Wirtschaft und Gemeinwirtschaft Österreichs (VÖWG) mit aktuellen Meldungen zu ausgewählten europäischen und nationalen Fördermöglichkeiten. In dieser Ausgabe werden folgende Themenbereiche behandelt:

    • Wirtschaft und Digitalisierung
    • Soziales und Gesundheit
    • Energie
    • Umwelt und Verkehr

 

 Wirtschaft und Digitalisierung

 

Stärkung von Verbraucherorganisationen: Das „Right by your side“-EU-Programm hat einen Call veröffentlicht, der darauf abzielt die EU als einen Raum weiterzuentwickeln, der die Rechte der Menschen so fördert, schützt und effektiv umsetzt, wie es unter anderem in der EU-Grundrechte-Charta und der Menschenrechtskonvention festgelegt ist. Im Konkreten handelt es sich hierbei um das Testen und Vergleichen von Konsumgütern und potentiell irreführenden Markenstrategien und Informationen auf Verpackungen auf nationaler und transnationaler Ebene. Die Stärkung von Verbraucherorganisationen ist ein Schlüsselelement des zukünftigen Binnenmarktprogramms. Anträge können bis zum 6. November 2019 eingereicht werden.

Innovationswerkstätten: Die österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) hat eine Ausschreibung veröffentlicht, die Vorhaben zur Schaffung produktiver Umfelder für Innovation, Vernetzung, Wissenstransfer und Forschung unterstützt. Im Konkreten zielt man auf die Förderung von Standorten mit geringer oder bereits bestehender Innovationsinfrastruktur ab, um den Austausch von Know-How und die Nutzung regionaler und überregionaler Synergien zu fördern. Diese Innovationswerkstätten sollen die Einbindung und Mobilisierung neuer Gruppen in Innovationsaktivitäten begünstigen und als interaktive Kommunikationsräume dienen. Entsprechende Anträge können bis zum 18. September 2019 eingebracht werden.

Digitale Infrastrukturprojekte: Von der Europäischen Kommission werden Förderungen für die Vernetzung von Unternehmen und öffentlichen Verwaltungseinrichtungen in Europa auf digitalen Plattformen vergeben. Damit sollen EU-weit kompatible Dienstleistungen angeboten und zur Errichtung des digitalen Binnenmarkts beigetragt werden. Insgesamt stehen 25 Millionen Euro aus dem CEF-Infrastrukturprogramm der EU für Projekte aus den Bereichen Cybersicherheit, elektronische Gesundheitsdienste und Auftragsvergabe, Europäisches Justizportal, offene Daten des öffentlichen Sektors sowie Europäische Plattform für digitale Kompetenzen. Einreichfrist ist der 14. November 2019.

 

Soziales und Gesundheit

 

Mobilisierung von KMUs: Im Sinne der Mobilität und des Austauschs von Arbeitskräften in Klein- und Mittelunternehmen wurde der Call „MobiliseEU“ ausgeschrieben. Abgezielt wird darauf, die kurzfristige Entsendungen für ArbeiternehmerInnen, ManagerInnen sowie EigentümerInnen zu ermöglichen. Diese Entsendungen sollen sicherstellen, dass solche Personen die Chance bekommen in einem Gastunternehmen Fähigkeiten und Kompetenzen zu entwickeln und neue Kontakte im Ausland zu gewinnen, beziehungsweise bestehende Kooperationen auszubauen und somit erfolgreicher zu wirtschaften. Dieser Call endet am 17. September 2019.

Städtepartnerschaften und -netzwerke: Im Rahmen des Programms „Europa für Bürgerinnen und Bürger“, der die Union bürgernäher gestalten soll, wurde eine neue Ausschreibung veröffentlicht. Im Allgemeinen verfolgt das Programm die Ziele, den Informationsstand der UnionsbürgerInnen über Geschichte und Vielfalt der EU sowie die Voraussetzungen für eine demokratische Bürgerbeteiligung zu verbessern. Der nun ausgeschriebene Call stellt Finanzmittel für Gemeinde und Verbände bereit, die langfristig an einem gemeinsamen Thema arbeiten und Städtenetzwerke aufbauen. Weiters gibt es Förderungen für Kommunen, die in Form einer Partnerschaftsvereinbarung eine Städtepartnerschaft eingehen. Ziel sind langfristige Zusammenarbeit und Förderung kultureller Kontakte. Einreichfrist für beide Calls ist der 1. September 2019.

 

 Energie

 

Regulatorische Freiräume: Das Förderprogramm „Energie.Frei.Raum“ des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus ist eine Phase der Vorbereitung für eine mögliche Experimentierklausel, die Spielräume für Unternehmen schaffen soll. Diese Experimentierspielräume sollen genutzt werden, um die systematische Implementierung neuer Marktmodelle zur Systemintegration erneuerbarer Energietechnologien sowie von Speicher- und Energieeffizienztechnologien. Im Rahmen der 1. Ausschreibung sollen Forschung und Entwicklung (F&E), unter Einbeziehung relevanter Stakeholder, Themenfelder und Forschungsfragen spezifizieren. In der darauffolgenden Ausschreibung sollen konkrete Projekte realisiert werden, die klären, welcher Bedarf an regulatorischen Freiräumen besteht und welches Potential die Gewährung dieser birgt. Die 1. Ausschreibungsrunde endet am 8. August 2019.

 

 Umwelt und Verkehr

 

Multidisziplinäre Designtools: Um das Ziel – Reduzierung der Emissionen im Verkehrssektor und die Senkung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen – zu erreichen, bedarf es an Forschung und Innovationen, die alle Verkehrsträger betreffen. Momentan gibt es eine große Anzahl an vielversprechenden Triebwerkskonzepten. Daher ist es wichtig diese hinsichtlich ihrer Leistung und Funktion sowie ihrer Risiken und Umsetzung zu vergleichen und zu bewerten. Der nun ausgeschriebene Call verfolgt die Entwicklung multidisziplinärer Designtools für strukturelle Triebwerkskomponenten, um die einzelnen Konzepte quantifizier- und vergleichbar zu machen. Diese Ausschreibung endet am 3. September 2019.

Recycling von Verbundwerkstoffen: Das Horizon-2020-Programm hat eine Ausschreibung veröffentlicht, die zur Erreichung der Emissionsreduktionsziele beitragen soll. Ziel ist die Entwicklung eines Prozesses, der die Rückgewinnung und das Recycling von unausgehärtetem kohlefaserverstärktem Kunststoff ermöglicht. Kunststoff mit diesen Eigenschaften entsteht beispielsweise beim Laminieren. Gefördert werden Entwurf, Durchführbarkeitsstudie und Testung von Equipment, mit dem nasser kohlefaserverstärkter Kunststoff so geschnitten und getrennt werden kann, dass ein neues vorimprägniertes Material entsteht. Einreicheschluss ist der 3. September 2019.

 



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