Förderung Spezial - 01/2019                                                          

 

Nachfolgend das neueste Förderung Spezial des Verbandes der öffentlichen Wirtschaft und Gemeinwirtschaft Österreichs (VÖWG) mit aktuellen Meldungen zu ausgewählten europäischen und nationalen Fördermöglichkeiten. In dieser Ausgabe werden folgende Themenbereiche behandelt:

    • Wirtschaft, Finanzen und Binnenmarkt
    • Soziales, Bildung und Beschäftigung
    • Gesundheit und Medizin
    • Digitalisierung und Kommunikation
    • Energie, Technologie und Forschung
    • Umwelt und Verkehr


 

 Themenübergreifende Förderungen

 

Successful R&I in Europe.

Das Enterprise Europe Network (EEN) lädt am 14./15. Februar zum zehnten Mal zur europäischen Netzwerkveranstaltung “Successful R&I in Europe” nach Düsseldorf ein. Zusammen mit dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft bietet die EEN mit diesem Event eine Plattform zur Anbahnung förderfähiger Kooperationen. Es werden rund 300 AkteurInnen von Universitäten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen erwartet. Der Fokus des Events liegt – unter anderem – auf Informations- und Kommunikationstechnologien, Energie, Transport und Kreislaufwirtschaft. Eine Registrierung zur Veranstaltung ist bis zum 7. Februar 2019 möglich.

 

 

 Wirtschaft, Finanzen und Binnenmarkt

 

Förderungen für Clustermanagement.

Das EU-Programm zur Förderung der Wettbewerbsfähigkeit von Klein- und Mittelständischen Unternehmen (COSME) hat mit dem europäischen „Cluster Excellence Programme“ einen neuen Call zur Perfektionierung des Clustermanagements ausgeschrieben. Damit soll der Austausch sowie die Schaffung strategischer Partnerschaften zwischen Clustern erleichtert werden. Wesentlich hierfür ist die Implementierung eines neuen „ClusterXchange“ Pilotprogramms. Das Ziel des Calls ist es, die Wettbewerbsfähigkeit von KMUs zu fördern und das Potenzial von Clustern zu nutzen, um auf den globalen Markt vorzudringen. Der Call endet am 4. April 2019.

 

 

Soziales, Bildung und Beschäftigung

 

Förderungen zum Schutz von Frauen, Kindern und Jugendlichen.

Im Zuge des „Rights, Equality and Citizenship Programme“ der Europäischen Union werden Förderungen für Initiativen vergeben, die gezielt gegen Gewalt an Frauen, Kindern und Jugendlichen vorgehen. Zwischen dem 31. Jänner und dem 13. Juni 2019 werden entsprechende Vorschläge von privaten und öffentlichen Organisationen entgegengenommen. Ziel ist es, geschlechtsbezogener Gewalt vorzubeugen, Gewalt an Kindern zu bekämpfen und Maßnahmen gegen sexuelle Belästigung zu stärken. Die geplanten Vorhaben sollten u.a. auf bewusstseinsfördernde Aktivitäten, Capacity-Building und Training für medizinisches Personal sowie das gegenseitige Lernen und den Austausch über bereits gut funktionierende Konzepte fokussieren. Für dieses Unterfangen werden in Summe 11,7 Millionen Euro bereitgestellt.

 

Förderung für Gender-Equality am Arbeitsplatz.

Am 31. Jänner startete eine mit drei Millionen Euro dotierte Ausschreibung der Europäischen Union, die sich an nationale Behörden und etwaige Gender-Equality-Beauftragte auf nationaler Ebene  richtet. Der Call zielt auf den Abbau von Unterschieden zwischen Frauen und Männern in der Arbeitswelt sowie auf die Umsetzung von praxisorientierten Work-Life-Balance-Konzepten. Im Konkreten soll der Diskurs über Möglichkeiten angeregt werden, die es sowohl Frauen als auch Männern erlauben, privaten und beruflichen Alltag miteinander vereinbar zu machen. Eine dieser Möglichkeiten können etwa Karenzregelungen sein, die eine faire Arbeitsteilung im Haushalt erleichtern. Außerdem soll die Beschäftigungsrate von Frauen langfristig gesteigert werden, indem privates Leben und Karriere so miteinander abgestimmt werden, dass längere Ausfallszeiten vermieden werden. Vorschläge werden bis zum 16. Mai 2019 entgegengenommen.

 

 

 Gesundheit und Medizin

 

Ausweitung der „Wholegrain Partnership“.

Im Rahmen des Gesundheitsprogramms der EU hat diese nun einen Call veröffentlicht, der zur Entwicklung von flächendeckenden Konzepten beitragen soll. Ziel ist es – ganz nach dem dänischen Konzept – den Konsum von Vollkornprodukten zu erhöhen, um damit langfristig die öffentliche Gesundheit zu fördern und zu verbessern. Bis zum 13. März 2019 haben AntragstellerInnen die Möglichkeit um eine Finanzierung in Form von Zuschüssen zu anzusuchen.

 

 

 Digitalisierung und Kommunikation

 

IoT 4 Industry - Call für Expression of Interest

Vom 1. März bis zum 5. Mai 2019 haben Klein- und Mittelunternehmen die Möglichkeit, ihr Interesse für das „IoT4Industry“-Projekt zu bekunden. Das Projekt erstreckt sich über einen Zeitraum von 30 Monaten und ist Teil des Horizion-2020-Programms der Europäischen Kommission. Ziel ist es, Wachstum und Wettbewerb im Binnenmarkt zu fördern und somit eine transsektorale Wertschöpfungskette zu schaffen, die auf der Integration und der Anwendung von dem Internet of Things (IoT) beruht. Im Rahmen des Projekts soll die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen KMUs und anderen Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen gefördert werden.

 

 

 Energie, Technologie und Forschung

 

Mobilität der Zukunft.

Die Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) hat zum zwölften Mal einen Call aus dem Programm „Mobilität der Zukunft“ ausgeschrieben. Der Schwerpunkt dieser Ausschreibung liegt auf den Themen „Batterieinitiative“ und „Mobilitätswende". Damit soll nachhaltige Entwicklung gefördert werden und die Sicherung der Mobilität bei gleichzeitiger Verringerung des umweltbelastenden Verkehrs gewährleistet werden. Für dieses Unterfangen werden 9,8 Millionen Euro bereitgestellt. Die Ausschreibung ist noch bis 13. Februar 2019 geöffnet.

 

Sektorale Integration durch „Hydrogen Valleys“.

Das Fuel Cells and Hydrogen Joint Undertaking (FCH JU) hat Mitte Jänner einen Call veröffentlicht. Die Ausschreibung umfasst 17 Projektthemen – hauptsächlich in den Bereichen Energie und Verkehr –, wofür ein Budget von 80 Millionen Euro zur Verfügung gestellt wird. Das Hauptaugenmerk bei dem diesjährigen Call liegt bei sektoraler Integration durch so genannte „Hydrogen Valleys“. Diese sollen wesentlich zur Markteinführung von FCH-Technologien (Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnologien) auf regionaler Ebene beitragen. Ziel ist es mit „Hydrogen Valleys“ regionale Wertschöpfungsketten zu kreieren und besagte Technologien in verschiedenen Sektoren und Anwendungsbereichen zu verwenden. Die Einreichfrist für Projekte ist der 23. April 2019

 

 

 Umwelt und Verkehr

 

Optimierung des Straßenverkehrs.

Im Rahmen des CEF Transport Calls 2019 können Projekte eingereicht werden, die von allgemeinem Interesse im Transportsektor sind. Von einem Förderbudget von 100 Millionen Euro werden 65 Millionen Euro bereitgestellt, um Engpässe zu vermeiden, Schieneninteroperabilität zu stärken und grenzüberschreitende Strecken zu verbessern. Die restlichen 35 Millionen Euro werden für Vorschläge vergeben, die in langfristiger Sicht ein nachhaltiges und effizientes Transportsystem gewährleisten. Das berücksichtigt, u.a. innovative Technologien, die auf eine Dekarbonisierung des Straßenverkehrs hinarbeiten. Die Ausschreibung ist bis 24. April 2019 geöffnet.

 

Shift2Rail – Ausschreibungen im Verkehrsbereich.

Das Shift2Rail Joint Undertaking hat gemäß ihrem Arbeitsprogramm für 2019 einen Call für Vorschläge im Bereich Forschung und Innovation veröffentlicht. Für insgesamt 18 Themenbereiche, darunter u.a. "Smart, data-based assets and efficient rail freight operation" oder "Integrated mobility management", werden ungefähr 150 Millionen Euro bereitgestellt. Eine Übersicht zu allen Themenbereichen sowie die Möglichkeit zur Einreichung finden Sie hier. Mit dem diesjährigen Call will man möglichst viele Vertreter auch jenseits des Verkehrssektors ansprechen. Mit den so entwickelten Synergien soll das Potenzial, welches im Schienenverkehr liegt, aufgezeigt werden. Einreichungen werden bis zum 18. Juni 2019 akzeptiert.

 



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