Nachfolgend das monatliche Förderung Spezial des Verbandes der öffentlichen Wirtschaft und Gemeinwirtschaft Österreichs (VÖWG) mit aktuellen Meldungen zu ausgewählten europäischen und nationalen Fördermöglichkeiten. In dieser Ausgabe werden folgende Themenbereiche behandelt:

    • Wirtschaft, Finanzen und Binnenmarkt
    • Soziales, Bildung und Beschäftigung
    • Gesundheit und Medizin
    • Energie, Technologie und Forschung
    • Umwelt und Verkehr

 Wirtschaft, Finanzen und Binnenmarkt

 

EFSI: Das Europäische Parlament beschloss im Dezember 2017 die Verlängerung und Erweiterung des EU-Investitionsplans. Der Europäische Fonds für strategische Investitionen (EFSI) wird um 500 Milliarden Euro aufgestockt. Außerdem wird der EFSI, auch als „Juncker-Plan“ bekannt, bis 2020 verlängert. Die Investitionen sollten auf die Schaffung von Arbeitsplätzen, insbesondere für junge Menschen, das Wachstum und die Wettbewerbsfähigkeit, Energie, Umwelt und Klimaschutz, Gesundheitsfürsorge, Forschung und Innovation, nachhaltigen Verkehr, den digitalen Sektor und die Kreativwirtschaft ausgerichtet sein. 
 

Soziales, Bildung und Beschäftigung


Soziale Innovation – Verbesserung der Mobilität älterer Menschen: Im Rahmen des Aktionsprogramms Horizon 2020 wird ein Preis für innovative Mobilitätslösungen für ältere Menschen ausgeschrieben. Ziel ist es, die Mobilität älterer Menschen zu verbessern, um Unabhängigkeit und aktive Teilhabe am sozialen Leben zu ermöglichen. Vorgeschlagene Lösungen sollen langfristige, bedeutende Verbesserungen für besondere Zielgruppen wie ältere Menschen in entlegenen Gegenden, oder eingeschränkt mobile Menschen in Ballungsräumen darstellen . Die Einreichung einer innovativen Lösung kann bis 29. Februar 2019 erfolgen.

Kampf gegen Drogen: Durch das Aktionsprogramm Fonds für die innere Sicherheit werden Projekte gefördert, die einen der folgenden Schwerpunkte haben: 1. gemeinsame Trainingsprogramme für Strafvollzugsbehörden, um die Kapazitäten der EU im Kampf gegen Drogenhandel zu stärken, 2. Maßnahmen zur Erleichterung des Austausches sachdienlicher Informationen und Informationen zur technischen Hilfe für den Kapazitätsaufbau, um Drogenkriminalität zu vermeiden, oder 3. Maßnahmen, die darauf abzielen, Lager- und Produktionsstätten illegaler Drogen zu räumen. Der Call wird am 13. März 2018 enden.

Vermeidung und Bekämpfung gewalttätiger Radikalisierung: Über das Aktionsprogramm Fonds für die innere Sicherheit werden Projekte zur Vermeidung und Bekämpfung gewalttätiger Radikalisierung gefördert. Der Fokus dabei wird auf Sensibilisierung, Schutz und Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Einzelpersonen und besonders gefährdeten Gruppen im Bereich Radikalisierung, sowie auf zielgerichteten deradikalisierenden Programmen liegen, die es radikalisierten Personen erlauben sollen, sich dank eines integrativen, behördenübergreifenden Ansatzes von radikalen Gruppierungen loszulösen und sich wieder in die Gesellschaft einzugliedern. Die Ausschreibung für Projekte steht bis 15. März 2018 zur Verfügung.

Gleichstellung von Frauen und Männern: Im Rahmen des ‚Operationellen Programms Beschäftigung Österreich‘, aus dem ESIF-Strukturfonds wurde der Call ‚Maßnahmen zur Verbesserung der Gleichstellung von Frauen und Männern, einschließlich des Zugangs zu Beschäftigung, der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben und der Förderung des Grundsatzes des gleichen Entgelts für gleiche Arbeit, eröffnet. Gefördert werden diesbezügliche Projekte im Burgenland, die Maßnahmen für den Grundsatz von Gender und Disability Mainstreaming in die Planung und Umsetzung integrieren und ihre Gleichstellungsziele darlegen.


Initiativen für innovative politische Maßnahmen: Im Rahmen des Aktionsprogramms Erasmus+ werden zukunftsweisende Initiativen in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung gefördert. Die Kooperationsprojekte sollen zukunftsweisende politische Initiativen stimulieren und allgemein anerkannte Bewertungsmethoden auf der Grundlage von Pilotversuchen anwenden. Einreichschluss ist am 10. April 2018.

Risiken illegaler Migration in ausgewählten Drittstaaten: Durch das Aktionsprogramm AMIF (Asyl,- Migrations- und Integrationsfonds) werden
Sensibilisierungs- und Informationskampagnen über die Risiken illegaler Migration in ausgewählten Drittstaaten gefördert. Ziel ist es, zur Veränderung der Wahrnehmung und des Verhaltens von Drittstaatsangehörigen beizutragen, die erwägen, illegal in die EU einzuwandern, sowie der wichtigsten Personen, welche Einfluss auf ihre Entscheidung nehmen. Die Antragsteller können bis zum 15. April 2018 einreichen.

KA2 Strategische Partnerschaften: Die Einreichfrist für Projektanträge im Programm Erasmus+ für
Strategische Partnerschaften in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung (Leitaktion 2) endet am 21. März. Die Nationalagentur Erasmus+ Bildung OeAD bietet Final Checks  für die Vorbereitung der Projektvorschläge an.

 

 Gesundheit und Medizin

Innovative medicines initiative 2 (IMI 2): Die Initiative für innovative Medizin hat zum Ziel, Schwachstellen und Engpässe in der Entwicklung neuer Arzneimittel und Therapien zu reduzieren. Damit soll die Sicherheit und Effizienz im aufwändigen Medikamentenentwicklungsprozess erhöht werden. Für den 13. Call von IMI 2 wurden insgesamt 15 Themen ausgeschrieben. Die Einreichfristen für Kurzanträge (1. Stufe) endet am 28. Februar 2018, die Frist für Vollanträge (2. Stufe) am 6. September 2018. Außerdem wird am 15. März der 14. Call öffnen.

3rd Health Programme: Die Europäische Kommission veröffentlichte die Prioritäten für 2018 des dritten Gesundheitsprogramm 2014-2020. Das Budget für die geplanten Maßnahmen 2018 beträgt über 62 Mio. Euro.  Schwerpunkte sind beispielsweise Gesundheitsförderung und Prävention chronischer und schwerer Krankheiten, Stärkung von Vorsorge und Abwehr von grenzübergreifenden Gesundheitsgefahren oder die Umsetzung von EU-Gesetzen bezüglich medizinischer Geräte und Produkte. Der erste Call 2018 wird voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte geöffnet.

 Energie, Technologie und Forschung

Innovationsscheck mit Selbstbehalt: Für den Einstieg in kontinuierliche Forschungs- und Innovationstätigkeit für Klein- und Mittelunternehmen besteht seit  2. Jänner 2018 die Möglichkeit auf eine De-minimis-Beihilfe mithilfe des Innovationsschecks mit Selbstbehalt, in der Höhe von bis zu 10.000 Euro.  Projekte können unabhängig von einem thematischen Schwerpunkt eingereicht werden, müssen aber eine Erweiterung des „State-of-the-Art“ (Stand der Technik) aufweisen.

 

COMET: Im Kompetenzzentren-Programm COMET sind drei Programmlinien enthalten, die einen Fokus auf hohe Forschungskompetenz und Wissenschaftsanbindung bei gleichzeitig hoher Umsetzungsrelevanz im Unternehmenssektor legen. In der Programmlinie COMET-Zentren (K1) startete die 5. Ausschreibung. Kompetenzzentren, die im Rahmen eines definierten Forschungsprogramms Forschung auf hohem internationalem Niveau betreiben, können bis 4. Mai 2018 Anträge einreichen.

 

BRIDGE 1: Bridge 1 ist eine Programmlinie von BRIDGE,  welche Projekte mit überwiegender Grundlagenforschungsnähe fördert, die bereits ein realistisches Verwertungspotenzial erkennen lassen, sodass Firmen bereit sind das Projekt mitzufinanzieren bzw. teilzunehmen. Die 27. Ausschreibung ist für alle Forschungsthemen bis 3. April 2018 im eCall geöffnet.

 

ERANET IraSME: Durch das Programm IraSME (International Research Activities in SME) soll der Auf- und Ausbau länderübergreifender Unternehmenskooperationen mit Netzwerkcharakter gefördert werden, durch welche die konkrete Umsetzung von FEI (Forschung, Entwicklung und Innovation)-Projekten erfolgt. Nun ist der 21. Call bis zum 28. März 2018 geöffnet. Förderbar sind Vorhaben, welche die Innovationsfähigkeit sowie das Innovationsoutput österreichischer Unternehmen verbessern.

 

Penta Call: PENTA-Ausschreibungen sind Teil des EUREKA-Netzwerkes, welches darauf abzielt, europäische Wettbewerbsfähigkeit durch innovatives Entrepreneurship in Europa zwischen Klein- und Großunternehmen sowie Forschungsinstituten und Universtitäten zu verbessern.  Ziel von Penta ist es Forschung, Enwtwicklung und Innovation im Bereich der Mikro- und nanoelektronischen Systeme zu vernetzen. Im Call für 2018  werden  drei Schwerpunkte festgelegt: Automatik & Transport, Gesundheit & die Gesellschaft und Produktionstechnologien. Der Vollantrag kann bis 22. Mai 2018 erfolgen.

 

Eurostars-2: Für das von der Forschungsinitiative EUREKA und der Europäischen Kommission gemeinsame Förderprogramm Eurostars für Forschung und Entwicklung treibende Unternehmen gibt es jährlich zwei neue Einreichfristen. Mit jedem "Cut-off Termin" startet ein Auswahlverfahren der bis dahin eingelangten Projektanträge. Anträge stellen können kleine und mittlere Unternehmen (KMU), große Unternehmen (GU), Universitäten, Fachhochschulen, Kompetenzzentren, Forschungseinrichtungen und Start-ups. Der nächste Cut-off Termin ist der 01.März 2018.

 

COIN-Programmlinie "Netzwerke" - 10. Ausschreibung: Die 10. Ausschreibung der COIN (Coorperation und Innovation) -Programmlinie „Netzwerke“ wird bis zum 30.März 2018 (Einreichschluss für Vollantrag) geöffnet sein. Die COIN-Programmlinie „Netzwerke“ hat die Verbesserung der Innovationsfähigkeit sowie des Innovationsoutputs österreichischer Unternehmen (insbesondere KMU) mittels strukturierter Zusammenarbeit zwischen Unternehmen sowie zwischen Unternehmen, Einrichtungen für Forschung und Wissensverbreitung und sonstigen nicht-wirtschaftlichen Einrichtungen zum Ziel.

Horizon 2020: Die Ausschreibungsrunde 2018-2020 für das Aktionsprogramm der EK Horizon 2020 wurde bereits veröffentlicht. Einen Link zu der Themenliste finden Sie hier.

 Umwelt und Verkehr

 

Shift2Rail: Durch die Public-Private-Partnership zwischen der Europäischen Union und dem Eisenbahnsektor "Shift2Rail" werden in den nächsten sechs Jahren über Open Calls Mittel in der Höhe von 135 Mio. Euro ausgeschüttet. Ausgeschrieben sind 11 Themen im Bereich Bahnindustrie und -forschung, für die ein Budget von 19,1 Mio. Euro zur Verfügung steht. Bis 24. April 2018 sind die Open Calls 2018 geöffnet.

 

Urban Innovative Actions (UIA): Die dritte Ausschreibung für neue Anträge von der Urban Innovative Actions - Initiative wurde veröffentlicht. Ziel ist es, städtische Umgebungen mit Ressourcen zu versorgen, um neue und nicht bewiesene Lösungen für städtische Herausforderungen zu testen. Die Ausschreibung wird bis 30. März geöffnet sein. Die vier Schwerpunkte des Calls sind: Anpassung an den Klimawandel, Luftqualität, Wohnen, Jobs und Kompetenzen in der lokalen Wirtschaft. Das Budget für den Call liegt zwischen 80 und 100 Millionen Euro.

 

Der einheitliche Europäische Luftraum – SESAR: Durch das Aktionsprogramm Connecting Europe Facility werden nun Projekte gefördert, die den Einsatz neuer und ausgereifter Technologien und Praktiken anstreben, die harmonisierte Systeme und Standards im Bereich Luftverkehrsmanagement unterstützen. Das Projekt sollte dabei möglichst viel zur ATM (air traffic management)- Leistung beitragen und auf dem Niveau einzelner Luftraumblöcke (FAB) organisiert sein. Der Call ist bis 12. April 2018 geöffnet.


JPI Urban Europe: Der Pilot-Call Sustainable and Liveable Cities and Urban Areas wurde im Jänner geöffnet. Die nationale Wissenschaftsorganisation Chinas (NSFC) und die JPI (Joint Programming Initiative) Urban Europe kooperieren beim strategischen Thema der nachhaltigen Urbanisierung im Kontext von ökonomischer Transformation und Klimawandel. Die Ausschreibung wird transnational durchgeführt und behandelt die Schwerpunkte: 1. Klimawandel und neue Stadtentwicklung 2. Transformation von Energiesystemen und Stärkung der Kreislaufwirtschaft 3. Öffentliche Verwaltung und Dienstleistungsinnovation sowie 4. Integriertes Datenmanagement. Der Call wird bis 12. April 2018 geöffnet sein.

 



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