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Ich freue mich, das aktuelle Energie-Spezial des Verbands kommunaler Unternehmen Österreichs (VKÖ) zu präsentieren. Darin finden sich Kurznachrichten aus dem Bereich der Energiewirtschaft.

Gemeinsam mit meinem Team wünsche ich eine angenehme Lektüre!

Heidrun Maier-de Kruijff

Energieverbrauchskennzeichnung: Die Kennzeichnung des Energieverbrauchs von elektrischen Geräten soll "inflationsbereinigt" und damit wieder übersichtlicher werden, so der Kompromiss der Verhandlungen im Europäischen Parlament. Statt des bisher bereits erreichten Labels A+++ für die sparsamste Gerätekategorie sollen diese künftig wieder mit A ausgezeichnet werden. Die verbrauchsintensivste Gruppe wird mit G gekennzeichnet. In einigen Jahren wird dieser Schritt vermutlich erneut notwendig werden.

Smart aber teilweise ungenau: Eine niederländische Untersuchung zur Messgenauigkeit von Smart Metern sorgt seit einiger Zeit für Aufregung. Dabei zeigte sich, dass die erhaltenen Messwerte Differenzen von bis zu 600 Prozent gegenüber dem tatsächlichen Verbrauch geliefert haben. Seitens der Regulierungsbehörde E-Control ist man um Beruhigung bemüht. Die Ergebnisse seien für Österreich nicht relevant. Zudem seien teilweise alte Geräte getestet worden, die nicht auf moderne Schaltelemente abgestimmt sind. 

E-Fahrzeuge für Gemeinden: Derzeit läuft das erste österreichische Elektronutzfahrzeug in Stallhofen im Bezirk Voitsberg (Steiermark) in Serienproduktion. Das Elektrofahrzeug ELI der Firma SFL Technologies wurde speziell für Gemeinden konzipiert. Das Fahrzeug hat eine Nutzlast von einer Tonne und ist ohne Förderung für 835 Euro pro Monat zu mieten.

Österreichweite Kooperation bei E-Tankstellen: Kürzlich haben sich elf Energieunternehmen in Sachen Interoperabilität zusammengetan, verkündet der Bundesverband für Elektromobilität. Damit können ab 1. April 2017 1.300 Elektrotankstellen mit einer Ladekarte, Smartphone-App oder Kreditkarte genutzt werden. Dieser Schritt soll der E-Mobilität weiter Vorschub leisten.

EU-Regulator ACER gibt Deutschland recht: Die österreichische Regulierungsbehörde E-Control gab bekannt, dass ihr Einspruch gegen Deutschlands Festlegung vom Beschwerdeausschuss des europäischen Regulators ACER abgewiesen wurde. Die E-Control prüft nun weitere Rechtsmittel. Das Ziel einer einvernehmlichen Lösung bleibe aufrecht, betont der E-Control-Vorstand.

Brexit: Großbritanniens Energieminister Greg Clark plädiert auch nach dem Brexit im EU-Energiemarkt zu verbleiben. Dies beteuerte Clark vor einem Parlamentsausschuss in London. "Ich glaube, es wäre besser, wenn wir weiter drin sind." Die Verbindungen sollten insbesondere mit Irland sogar ausgebaut werden. Wie dies jedoch mit dem angekündigten harten Brexit vereinbar sein soll, bleibt abzuwarten.

Fernwärme profitiert vom kalten Winter: Der besonders kalte Winter 2016/17 hat den Energieverbrauch deutlich erhöht. Zudem sorgt die steigende Anzahl an FernwärmeabnehmerInnen für ein Absatzplus. In Wien stieg der Wärmeabsatz insgesamt im Jahresvergleich um zehn Prozent, in Linz sogar um zwölf Prozent.

Klimaschutz: Als Reaktion auf die Ankündigung des Klimawandelskeptikers Donald Trump, etwaigen Zahlungsverpflichtungen des Pariser Klimaschutzabkommens nicht nachkommen zu wollen, hat eine Gruppe der großen Schwellenländer China, Indien, Brasilien und Südafrika verlangt, dass die Industrieländer ihre Versprechen zur Unterstützung der ärmeren Staaten im Kampf gegen den Klimawandel einlösen müssen.

Neues Geschäftsfeld - E-Mobilität: Die Energie AG und die Linz AG steigen in ein neues Geschäftsfeld ein. In Zusammenarbeit mit der Oberösterreichischen Versicherung wird ein  All-in Elektroauto-Paket angeboten. Um 669 Euro pro Monat kann man vier Jahre lang einen BMW i3 mieten. Der Fixpreis deckt alle Kosten der Nutzung des Autos ab.

Russland-Sanktionen: Der amerikanische Ölkonzern Exxon Mobil will mit dem russischen Konzern Rosneft weiter gemeinsam nach Öl bohren und dementsprechend von den amerikanischen Sanktionen ausgenommen werden. Ein Ansuchen an die US-Regierung wurde bereits gestellt. Das US-Finanzministerium hat bereits in der Vergangenheit erlaubt, das Joint Venture mit Rosneft trotz der Sanktionen weiterzuführen.

Windpark ohne Förderung: Deutschland treibt den Ökostrom-Ausbau erstmals ohne Subventionen voran. Der Windpark "He Dreiht" in der Nordsee werde ohne die bisher übliche staatliche Förderung errichtet, teilte der Versorger EnBW mit. Dies könnte sich im Sinne von KonsumentInnen langfristig positiv auf die Strompreise auswirken. Bezahlen müssen die VerbraucherInnen allerdings weiter den Ausbau der Netze für den Anschluss der Windräder auf hoher See.

"Grüner" Wasserstoff: Siemens, Verbund und voestalpine wollen in Linz innerhalb eines Pilotprojektes gemeinsam die weltweit größte und eine der ersten Elektrolyseanlagen auf Basis der Protonen-Austausch-Membran-Technologie realisieren. Die Projektkosten betragen rund 18 Millionen Euro von denen zwei Drittel durch die EU-Kommission finanziert werden. Damit soll der Einsatz des Wasserstoffs als Industriegas sowie der Einsatz der Anlage am Regelenergiemarkt getestet werden.

Einigung mit Gazprom in Sicht: Nach jahrelangem Ringen will die EU-Kommission den Streit mit dem russischen Monopolisten Gazprom über Gas-Lieferungen nach Osteuropa beilegen. Die EU-Kommission sieht durch die Angebote von Gazprom die wettbewerbsrechtlichen Bedenken ausgeräumt. Die EU-Kommission untersuchte die Geschäfte von Gazprom in Europa seit fünf Jahren und warf dem Unternehmen vor, Wettbewerber zu behindern und in Osteuropa überhöhte Preise zu verlangen.

 

IMPRESSUM:

Verband kommunaler Unternehmen Österreichs (VKÖ)
Geschäftsführung: MMag. Heidrun Maier-de Kruijff

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